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Wer das "Grundsätzliche" nicht lesen mag, kann sofort zu "Einrichten" springen.
Grundsätzliches:

Warum überhaupt ne BBS und bis ins Jahr 2000 keine WebSite?

Vor dem Internet in seiner jetzigen, sehr öffentlichen Form gab es 
kaum ein Medium, mit dessen Hilfe man in Form von Mails und Files
miteinander in Kontakt treten konnte:

Man tats (und tuts noch immer!) über die BBS-Systeme unzähliger
Hobby-DFÜler.

BBSs (Mailboxen) gibt es seit etwa 20 Jahren, das weltumspannende
FIDO-Net mit z. Zt. 22.000 Nodes (BBSs, die dem FIDO angeschlossen
sind) hat pro Node zwischen 2 und 200 Points (Offline-User). Ähnlich
dem Internet laufen dort Mails als auch Files hin und her.

Die Foren-Vielfalt ist mindestens genauso groß wie die im Internet.
Eine Mailbox stellt also vergleichsweise nicht nur einen ftp im
gewöhnlichen Sinne dar, in aller Regel ist sie mit mindestens dem
FIDO-Net verbunden und meist noch mit etlichen anderen
themenspezifischen Netzen, in unserem Interessengebiet wären da
noch das ModellNet als Mail- und FileNet neben den beiden FIDO-
Foren Modellbau.Ger und Modellflug.Ger.

Der größte Vorteil einer Mailbox ist die direkte, unmittelbare
Verbindung mit dem Usersystem, zwischen den beiden Systemen ist nur
der blanke Telefondraht, was zu sehr guten Antwort- und
Downloadzeiten führt. In aller Regel sind Mailboxen kostenfrei, jedoch
ist es in vielen Mailboxen üblich, für viel eigenen Download auch mal die
eine oder andere Datei als Anerkennung für den Sysop, der das ganze
ehrenamtlich betreibt und seine Hardware 24h am Tag unentgeltlich
zur Verfügung stellt, hochzuladen.

Für Mailtransfer per Offline-Readerähnlichem Pointprogramm
verlangen viele Mailboxen eine kleine Beteiligung an den
Telefonkosten. Der Mailtransfer per Pointprogramm hat gegen
über dem www übrigens den Vorteil, dass die Mails zum
Download bereits dicht gepackt zum Abholen bereitliegen. Ein
Mailpolling von beispielsweise 1000 Mails "verursacht" einen
Datentransfer von nur etwa 250- 350kb, was per ISDN max. 30
Sekunden dauert.  

An Benutzergebühren verlangt meine Corsair-BBS garnichts
das kommt aber nicht daher, dass ich von irgendjemandem
gesponsort werden würde - es ist der Spaß an der Freud ;-)

Die verwendete Technologie in Bezug auf Software und
Protokolle ist ganz anders aufgebaut: Das Ziel heißt, nur soviel
Information wie nötig und so dicht wie möglich gepackt zu
versenden. Man kann es sich von der Userseite als eine Mischung
aus telnet und ftp, verpackt in Text- und 16farb-ANSI-Mode
vorstellen, der Menübildaufbau geschieht typischerweise
innerhalb einer Sekunde oder darunter, also nix mit lange auf 
Seitenaufbau warten.

Es ist !nicht! möglich, sich mit einem Browser, also einer DFÜ-
Netzwerkverbindung, in Online-BBSs einzuloggen. Win95/98/NT
bietet zwar mit dem oft enthaltenen HyperTerm die
Möglichkeit dazu, jedoch ist HyperTerm imho sehr schlecht
umgesetzt, umständlich zu bedienen und zerhackt fast immer den
Bildschirmaufbau, sodass es unmöglich wird, etwas auf dem
Schirm zu erkennen - geschweige denn die BBS zu bedienen.

Gute Terminalprogramme sind zum Beispiel ZOC
( http://www.emtec.com ), Terminate oder das ganz simple
BananaCom. Oft sind Terminalprogramme auf Shareware-
oderPC-Magazin CDs zu finden. Wer eine Fritz!Card sein Eigen 
nennt, kann sich mit dem dabei mitgelieferten Fritz!Com-
Terminalprogramm gleich hier einwaehlen.



Einrichten:

Konfigurationsbeispiel anhand von ZOC für ISDN oder Modem:

Nach der Installation  "Options", dann "Einstellungen" wählen.

Im Fenster "Einstellungen" "Device" wählen.

Bei Modemverwendung wird hier der Typ des Modems
(entweder Seriell/Modem oder Windows Modems, evtl. auch der
genaue Typ (falls angezeigt)) ausgewählt. Das Häkchen bei
"Device beim Minimieren" sollte nicht gesetzt werden, da sonst
die Verbindung beim "Kleinklicken" von ZOC unterbrochen wird.

Evtl. muss man bei Nebenstellentelefonanlagen (z. Bsp. in der
Firma (grins) bei Modembefehlspräfix ein zusätzliches ATX3 mit
in den Initstring einfügen.

Bei COM-Port wird der serielle Anschluss, an dem das Modem
physisch angeschlossen ist, ausgewählt. In der Regel wählt
man die doppelte Übertragungsgeschwindigkeit, die das Modem
bietet, also z. Bsp. bei einem 28.8er Modem 57600bps.
Aber Vorsicht! Nicht immer sind die COM-Ports für sehr
hohe BPS-Raten geeignet, das merkt man z. Bsp. daran, dass
die Übertragung bei Downloads sehr oft stockt oder ständig
CRC-Fehler bringt. Abhilfen wären der Einbau eines
schnelleren COM-Ports mit FIFO-Chip, die Installation eines
speziellen DFÜ-Schnittstellen-Treibers oder die BPS-Rate
herunterzusetzen.

Übrigens sind diese Fehlererscheinungen nicht nur bei
BBS-Betrieb zu finden, sondern wirken sich genauso beim
Surfen im Web aus, es fällt nur nicht so sehr auf.
Richtwerte für ein korrekt eingerichtetes Modem beim
Download sind bei einem 28.8er-Modem etwa 3300cps, bei
einem 56k-modem ca. 6000cps, bei ISDN meist um die 7800cps.
Die Parität wird auf 8N1 eingestellt, die Häkchen werden
bei RTS-CTS-Steuerung und bei CD-Prüfung gesetzt.

Wichtig ist ANSI-, nicht TTY-Terminalemulation, ANSI ist
imho Standardvorgabe.

Bei ISDN wird als Modem ISDN/Capi ausgewählt, die
restlichen Einstellungen entsprechen, falls vorhanden,
den vorgenannten Modemeinstellungen. ZOC ist recht
intelligent, man kann fast immer bei ISDN die Standard-
vorgaben übernehmen.

Evtl. muss man bei Nebenstellentelefonanlagen (z. Bsp. in
der Firma (grins) bei Modembefehlspräfix ein zusätzliches ATX3
mit in den Initstring einfügen.

Nicht vergessen: Die Einstellungen abspeichern.

Nun kann man entweder per Telefonbucheintrag oder manueller
Anwahl die Verbindung zur BBS aufnehmen, für Modem ist die
Telefonnummer 06027-464227 bzw. für ISDN 06027-464228 zu
wählen.

Nach Connect wird "Press ESC twice" angezeigt, nach
zweimaligem ESC-Drücken gelangt man sofort in die BBS oder,
falls man nicht zweimal ESC drückt, nach etwa 12 Sekunden.
(Hinweis für technische Interessierte: In dieser Zeitspanne
erwacht die Box, die aus zwei Rechnern besteht, aus ihrem
Dornröschenschlaf und startet sequentiell die insgesamt acht
Platten, deswegen stockt nur zu diesem Zeitpunkt die
Eingabebearbeitung für Sekunden).

Der Rest erklärt sich selbst, einfach nur den Anweisungen
oder Auswahloptionen auf dem Bildschirm folgen.

Um Online-Zeit zu sparen, saugt man sich geschickterweise
zunächst die Dateigesamtliste oder die Teilfileliste
Modellbau (Area Filelisten), loggt sich wieder aus, studiert
die Liste und saugt beim nächsten Login dann gezielt die
Files, die das Herz begehrt.

Die neuesten Listen liegen IMMER In der Box, nicht hier im Web.

Tip: Nach 21 Uhr abends kostet die Minute in Deutschland via 
Telekom und ISDN nur noch 3 Pfennig im Ortsbereich, ansonsten 
6 Pfennig.

Telefonprovider mit günstigen Vorwahlen können natürlich auch 
verwendet werden, aber da ist größte Vorsicht geboten, denn oft
können diese Provider nicht die benötigte Bandbreite
 bereitstellen und der Download zieht sich aufgrund niedriger
CPS-Werte sehr lange hin.

Hier sollte man scharf die obigen Richtwerte beobachten, denn
ein um die Hälfte günstigerer Anbieter als die Telekom nutzt
garnichts, wenn nur noch ein Viertel der nominal möglichen CPS-
Rate erzielt wird. 

Obiges gilt ebenso fürs Surfen, lasst Euch nicht von windigen
Vorwahlprovidern ins Bockshorn jagen.

Viel Spaß beim Saugen und Mailen in der Corsair! :-)

cu/2,

Rüdiger